Zeitungsberichte

http://www.waz.de/staedte/essen/gesamtschule-sued-politiker-fordert-aufloesung-des-kollegiums-id208862433.html

02.12.2016

CDU-Bezirksvertreter, früherer Schulleiter des Viktoria-Gymnasiums und ehemaliger Schulausschussvorsitzender, hat harsche Kritik am Standort der Gesamtschule Süd geübt. Die Schule soll bereits im kommenden Sommer geschlossen werden, das Gebäude wiederum soll mit verändertem pädagogischen Konzept für eine neue Gesamtschule genutzt werden, die im Jahr 2018 eröffnen soll.

Die Schule war schon bei ihrer Gründung als Stadtwald-Gymnasium fürchterlich und ist es als Gesamtschule auch. Es bräuchte eigentlich einen neuen Standort“, fand Schippmann deutliche Worte. Wenn das aktuelle Kollegium nun ein neues pädagogisches Konzept entwickeln wolle, so frage er sich, warum die Lehrerschaft dies nicht bereits in den vergangenen Jahren in Angriff genommen habe.

Sinnvoller sei es, mit einem komplett ausgewechselten Team neue pädagogische Schwerpunkte zu setzen. Schippmann: „Ich wünsche mir eine Auflösung des Kollegiums.“

 

http://www.derwesten.de/staedte/essen/stadt-essen-denkt-daran-gesamtschule-sued-zu-reaktivieren-id11596338.html

25.02.2016

Bei der Suche nach dem Standort für eine neue Gesamtschule, die 2017 an den Start gehen soll, denkt die Stadt Essen auch über einen Plan nach, der auf den ersten Blick grotesk erscheint: Die Idee, die alte Gesamtschule Süd zu reaktivieren, ist noch nicht vom Tisch.

Die Gesamtschule Süd an der Frankenstraße litt viele Jahre unter chonisch niedrigen Anmeldezahlen. Seit 2012 bildet sie keine Fünfer-Jahrgänge mehr, läuft schrittweise aus. Im Sommer 2017 werden die letzten Zehntklässler die Schule verlassen haben; es bleibt dann nur noch die gymnasiale Oberstufe. Derzeit sind Schüler aus dem Nixdorf-Berufskolleg (Frohnhausen) an der Frankenstraße provisorisch untergebracht. Nixdorf wird derzeit aufwändig saniert.

Baulich wäre die alte Gesamtschule Süd die ideale Lösung: Das Gebäude habe die passende Größe, außerdem seien zuletzt viele Trakte aufwändig saniert worden, heißt es.

Doch es sind vor allem zwei Argumente, die einen möglichen Neustart „riskant“ machen, wie es schon im Schulentwicklungsplan heißt: Erstens haftete der Schule lange kein guter Ruf an, was sich jährlich in den Zahlen niederschlug. „Schon die Vorgängerschule, das Stadtwald-Gymnasium, konnte keine Akzeptanz finden“, sagt Ludwig Menke, der Leiter der Gesamtschule Süd. „Das Risiko ist groß, dass das Image so bleibt.“ Menke findet ein zweites Argument: „Man muss dort eine neue Gesamtschule errichten, wo derzeit bestehende Schulen viele Kinder ablehnen müssen.“ Das wären dann vor allem die Stadtmitte sowie der Essener Norden.

 

http://www.derwesten.de/staedte/essen/sued/das-gebaeude-der-gesamtschule-sued-leert-sich-langsam-id9233956.html

12.04.2014

Seit drei Jahren nimmt die Gesamtschule Süd an der Frankenstraße keine Fünftklässler mehr auf.
Der Schulbetrieb läuft aus, soll aber noch möglichst lange weitergehen. Die Zukunft der Schulgebäude und ihre weitere Nutzung sind noch unklar.

Derzeit feiern die Abiturienten den Abschluss ihrer Schulzeit . Das gilt auch für den 13. Jahrgang der Gesamtschule Süd . Doch dort sind Abiturienten eine aussterbende Spezies. Höchstens noch sechsmal wird ein Abi-Jahrgang die Schule an der Frankenstraße verlassen. Vor drei Jahren zog der Schulausschuss die Konsequenz aus der allgemeinen demografischen Entwicklung und dem mangelnden Interesse an der Schule. „Bei den Anmeldungen für Klasse 5 war die Schule bei den Eltern
hier in Stadtwald sowieso nicht so beliebt“, erklärt Ludwig Menke, seit 2002 Leiter der Schule. Erst wenn es auf dem Gymnasium nicht gut laufe, wechselten die Kinder in Klasse 7 oder 8. „Unsere Oberstufe ist dagegen sehr beliebt, weil wir als Gesamtschule die Gymnasiale Oberstufe bis Jahrgang 13 anbieten und sich Realschüler da gut einfügen können“, so der Schulleiter.
Menke selbst lebt seit langem in Stadtwald, weiß, wie die Eltern dort denken. Er war stellvertretender Schulleiter an der Gesamtschule Bockmühle in Altendorf, bevor er nach Stadtwald wechselte. Damals habe er die Anmeldezahlen, die auch in Altendorf unter denen der freien Plätze lagen, gekannt und die weitere Entwicklung erahnen können. Laut Gesetz müssten Gesamtschulen vierzügig sein, so Menke.
Dass aber die Gesamtschule Süd tatsächlich auslaufen würde, sei auch für ihn nicht absehbar gewesen.
„Ich bin jetzt 61 und würde natürlich gern bis zum Ende meines Arbeitslebens hier bleiben“, erklärt Menke.
„Wir favorisieren eine schulische Weiternutzung“
Die jungen Lehrer seien in einer anderen Lage. „Die Stimmung unter den Kollegen ist in der Tat nicht mehr so gut, wie sie war. Wir nehmen seit drei Jahren keine Fünftklässler mehr auf, das heißt, hier werden ab dem kommenden Schuljahr noch die Jahrgänge acht bis zehn und die Oberstufe unterrichtet.
Jedes Jahr müssen wir das Kollegium um neun Stellen einschmelzen.“ Bisher funktioniere das durch natürliche Fluktuation, also Kollegen, die in den Ruhestand gehen und solche, die sich auf eigenen Wunsch, auch zur Beförderung, wegbewerben. „Man kann es den jungen Kollegen ja nicht verdenken, wenn sie sich auf Stellen bewerben, die ihnen zusagen“, ergänzt Regine Möllenbeck, Leiterin des
städtischen Fachbereichs Schule.
„Es ist mit der Schulaufsicht abgesprochen, den ordnungsgemäßen Betrieb als selbstständige Schule so lange wie möglich aufrecht zu erhalten und die Schüler auf vernünftige Weise zum Abitur zu führen“, betont Menke. Wenn es irgendwann an Fachlehrern fehle, könne man auf Kollegen anderer Schulen zurückgreifen.
Was mit den Gebäuden nach dem Aus der Gesamtschule passiert, ist noch unklar. „Wir favorisieren natürlich eine schulische Weiternutzung. Mehr kann ich im Moment dazu nicht sagen“, erklärt Regine Möllenbeck. Es gebe diverse Anfragen und Ideen. Die Einrichtung der evangelischen Zukunftsschule habe sich ja bekanntermaßen zerschlagen . Seitdem tauchten immer neue Gerüchte auf, die von einer Kindertagesstätte bis hin zu Einfamilienhäusern auf dem Gelände reichten, so der Schulleiter.

 


http://www.derwesten.de/staedte/essen/planungsworkshop-fuer-gesamtschule-id9760690.html

30.08.2014

Stadtwald. Was wird aus Gebäuden und Gelände der Gesamtschule Süd nach deren Auslaufen spätestens 2020? Die Politiker der Bezirksvertretung (BV) II haben nun als erste Beteiligte den Finger gehoben: Parteienübergreifend wollen sie einen runden Tisch, an dem Bürger mit Politikern über die Zukunft der Fläche beraten.
„Öffentlichkeit mit einbeziehen“

„Es ist wichtig zu hören, dass die Gebäude nicht langfristig als Schule benötigt werden. Und da keine Rückzahlungen ans Land NRW zu befürchten sind, sollte man frühzeitig über die Planungen nachdenken“, stellte Hans Schippmann (CDU), stellvertretender Bezirksbürgermeister, in der vergangenen Sitzung der BV II fest. Sein Kollege, SPD-Sprecher Peter Lankes, gab ihm Recht: „Wir fordern die Verwaltung auf, bei der Planung rechtzeitig die Öffentlichkeit mit einzubeziehen. Sonst haben wir wieder ein leer stehendes Gebäude wie das Berufskolleg Holsterhausen.“

Zu lesen bekommen hatten die Politiker im Vorfeld eine Stellungnahme der Stadt, die die CDU vor der Sommerpause gefordert hatte. „Rechtliche Ansprüche auf eine Schulnutzung können nicht geltend gemacht werden“, steht darin zu lesen. Die Befürchtung, dass die Stadt Gelder ans Land zurückzahlen müsse, die sie in den 1990er- Jahren für einen Neubau auf dem Gelände erhalten habe, würden sich nicht bestätigen – 2020 sei die 20-jährige Frist auf Schulnutzung abgelaufen. Von den alten Gebäuden aus dem Jahr 1966 ist gar nicht mehr die Rede. Einzig die Turnhalle müsse erhalten bleiben, ansonsten drohten Rückzahlungen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro. 2010/11 war hier die energetische Sanierung aus dem Konjunkturpaket II finanziert worden. Darüber hinaus sei die Halle für den Vereinssport unverzichtbar.

Dass sich die Schulverwaltung derzeit eine Nutzung des Gebäudekomplexes noch vorbehält, beunruhigt Schippmann nicht. „Das ist völlig normal. Man weiß ja nie, ob man übergangsweise noch andere Klassen dort unterbringen muss“, erläutert Schippmann, der viele Jahre im Schulausschuss gesessen hat. Er sähe aber „aufgrund der Erfahrung im Umfeld“ keinerlei Gefahr, dass die GS Süd langfristig ein Notstopfen werde.

Schippmann selbst kann sich Wohnbau auf der Fläche vorstellen, aber auch die Ansiedlung eines Forschungsinstitutes. „Oder beides zusammen, wenn der Platz reicht“, sagt er. Ihm schwebt eine Befragung der Bürger vor Ort vor, um dann zu einer Versammlung oder zum Runden Tisch zu laden. Um das Ganze verbindlich zu gestalten, will er in den kommenden Monaten auf einen Ratsbeschluss hinwirken.

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